Die aktuelle Ausgabe des Ethik Journals widmet sich der Demokratie als offener Lebensform und fragt nach ihren Voraussetzungen und ihrer aktuellen Bedrohung. Das Ethik Journal richtet sich insbesondere an Professionelle der Sozialen Arbeit und anderer Sozialer Professionen und diskutiert deren theoretische Grundlagen und Handlungsperspektiven. Ich freue mich, dass ich eingeladen wurde, mit einem Artikel zu Identitätspolitik zur demokratietheoretischen Grundlagendiskussion der Sozialen Arbeit beizutragen.

Mit weiteren Beiträge von Wolfgang Thierse, Hille Haker, Sarah Häseler und Silke Gülker.

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Identitätspolitik: Gefahr oder Grundlage der offenen demokratischen Lebensform?

Abstract: Der Artikel argumentiert gegen die weit verbreitete Kritik, Identitätspolitik sei eine Gefahr für die Demokratie und die offene Lebensform als ihre ethische Grundlage. Stattdessen wird Identitätspolitik als notwendiger Motor für die kontinuierliche Demokratisierung verstanden, da sie Wissen über Diskriminierung sichtbar macht und blinde Flecken der Mehrheitsgesellschaft korrigiert. Identitätspolitik verteidigt das Ideal einer offenen, auf Gleichheit und Freiheit gründenden demokratischen Lebensform und leistet einen zentralen Beitrag zur Anerkennung marginalisierter Gruppen. Der Text diskutiert die Ambivalenzen identitätspolitischer Praxis, grenzt demokratisierende von regressiver Identitätspolitik ab und betont deren Unverzichtbarkeit für eine liberale Demokratie und die damit verbundene Ethik der Offenheit.

Zitieren und lesen

Schubert, Karsten (2025): Identitätspolitik: Gefahr oder Grundlage der offenen demokratischen Lebensform? In: EthikJournal 11(1), S. 36–55.
https://www.ethikjournal.de/fileadmin/user_upload/ethikjournal/Texte_Ausgabe_2025_1/EthikJournal_1_2025_Demokratie_Schubert.pdf


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