Forschungsgebiete

  1. Zeitgenössische kritische politische Theorie, insbesondere französisches Denken, Kritische Theorie und politischer Liberalismus; Demokratietheorien
  2. Michel Foucault, insbesondere seine politische Philosophie
  3. Globale und kritische Rechtsphilosophie, Menschenrechte, globale Demokratisierung
  4. Zeitgenössische sozialkritische Ethik, insbesondere feministische, queere und intersektionale Theorie sowie postkoloniale und antirassistische Kritik

Hallo..

Dr. Karsten Schubert

Den besten Eindruck meiner aktuellen Aktivitäten gibt mein Newsfeed. Und die aktuellsten Infos zu meinen Aktivitäten gibt es auf Twitter, denn nicht immer schaffe ich es, alle Veranstaltungen und Publikationen zeitnah auf der Website zu veröffentlichen.

Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter/geschäftsführender Assistent am Seminar für Wissenschaftliche Politik, Professur für Politische Theorie, Philosophie und Ideengeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Im Mai 2017 habe ich an der Universität Leipzig in Philosophie promoviert. Meine Dissertation „Freiheit als Kritik. Die sozialphilosophische Debatte über die Freiheit bei Foucault“, betreut durch Ulrich Johannes Schneider und Markus Gabriel, wurde 2018 bei transcript veröffentlicht. Davor war ich Gastwissenschaftler am Philosophy Department der New School for Social Research (Herbst 2014 - Frühjahr 2015) und an der Cardozo Law School (Herbst 2013) in New York. Ich lehrte als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft, Lehrstuhl für Politische Theorie an der Universität Duisburg-Essen (2015-2017). Nach Abschluss der Promotion forschte ich als Post-Doc-Fellow bei der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) an der Universität Bremen (2017-2018). Zur Zeit bin ich Fellow am Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld, wo ich mit Kolleg_innen aus der ganzen Welt an neuen Strategien gegen die “Global Contestations of Women’s and Gender Rights” forsche.

Mein primäres Interessen- und Forschungsgebiet ist die politische Theorie und Sozialphilosophie, insbesondere in der Tradition des Poststrukturalismus sowie der Kritischen Theorie. Meine Dissertation beschäftigt sich kritisch mit der sozialphilosophischen Debatte über Freiheit, Macht und Subjektivierung in Foucaults Werk. Dabei habe ich einen neuen Ansatz für das Problem der Freiheit bei Foucault entwickelt, den Begriff der Freiheit als Kritik: Freiheit als Fähigkeit zur kritischen Reflexion wird durch Subjektivierungsregime instanziiert, die von politischen Institutionen abhängig sind. Meine Lehre und Forschung umfassen unter anderem Theorien der (radikalen) Demokratie, des Liberalismus, Republikanismus, Marxismus und der Systemtheorie.

Mein zweites Interessengebiet ist die globale Rechtstheorie, insbesondere kritische Rechtsphilosophie und Menschenrechtsphilosophie und -politik, sowie die Frage von Migration), Grenzen und demokratischer Mitgliedschaft. In diesen Bereichen habe ich unter anderem bei der UNESCO und der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen gearbeitet und organisiere die Vortrags- und Workshopreihe “Die Auflösung des liberalen Konsenses” zur kritischen Rechtstheorie an der Universität Freiburg. Auf Basis der Vortragsreihe arbeite gebe ich mit Kolja Möller ein gleichnamiges Themenheft der Zeitschrift für Politische Therie heraus.

Dritten arbeite ich zur zeitgenössischen Gesellschaftskritik und Diversity-Politik, spezifisch zur Geschlechter- und Queer-Theorie und -Politik sowie Antirassismus. Ich war Teamer für queere Bildungsveranstaltungen an Berliner Schulen bei ABqueer e.V. und habe Workshops für queere Aktivisten über nationale und internationale rechtliche Rahmenbedingungen durchgeführt. Mein Artikel „The Democratic Biopolitics of PrEP“ diskutiert PrEP (Prä-Expositionsprophylaxe für HIV), indem er aktuelle Theorien der Biopolitik mit Forschungen zu schwuler Subjektivität und Gesundheitspolitik zusammenbringt.

Meine aktuelle Forschung liegt an der Schnittstelle von radikaler Demokratietheorie, Rechtstheorie, und Theorien der Identitätspolitik. Ich versuche zu zeigen, dass solidarische und kritische Subjektivität durch kritische Subjektivierungen in sub-kulturellen und gesellschaftskritischen Subjektivierungsregimen entsteht. Dadurch wird auch ein neuer Zusammenhang zwischen Identitätspolitik und (radikaler) Demokratie deutlich, der im Gegensatz zu den verbreiteten Diagnosen steht, dass Identitätspolitik den demokratischen Diskurs und Strukturen der Solidarität zerstöre: Nur durch die Vermehrung der partikularen Solidaritäten in identitätspolitischen Projekten kann die unvollendete Demokratie weiter demokratisiert werden. Dies ermöglicht die Ausweitung allgemeiner solidarischer Politik.

In einem ersten Teilprojekt habe ich die solidaritätszersetzende Rhetorik der rechtskonservativen Kritik an “Political Correctness” untersucht. Der Artikel ”‘Politische Korrektheit’ als Sklavenmoral? Towards a Political Theory of Privilege Critique”, Leviathan 1/48, 2020 schlägt zu deren Kritik ein neues Verständnis intersektioneller Gesellschaftskritik vor, das auf einer partikularistischen politischen Epistemologie basiert und gleichzeitig einer universalistischen Normativität der Privilegienkritik folgt. Daran anschließend analysiert ein weiteres Teilprojekt den Mißbrauch der Kunst- und Meinungsfreiheit(../tags/meinungsfreiheit) des konservativen politischen Projekts und fragt nach der demokratie- und rechtstheoretisch angemessenen - und das heisst: nicht-paternalistischen - Implementierung von emanzipativen Normen. Aus diesem Teilprojekt ist bereits der Beitrag Demokratisierung durch ‘Cancel Culture’: Zum Verhältnis von Kunstfreiheit und Emanzipation” erschienen.


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Kurzer Lebenslauf

Akademische Positionen

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Politikwissenschaft
Professur für Politische Theorie, Philosophie und Ideengeschichte
Geschäftsführender Assistent (wissenschaftlicher Mitarbeiter), seit 2018

Universität Bremen, Bremen International Graduate School of Social Sciences
Post-Doc-Fellow (wissenschaftlicher Mitarbeiter), Bereich A, 2017 - 2018

Universität Duisburg-Essen, Politikwissenschaft, Lehrstuhl für Politische Theorie
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2015 - 2017

Abschlüsse und Studium

Promotion, Universität Leipzig, Philosophie, 2017
Dissertation: Freiheit als Kritik. Die sozialphilosophische Debatte um Freiheit bei Foucault
Note: summa cum laude
Veröffentlicht bei transcript im Mai 2018
Mitglieder der Kommission: Ulrich Johannes Schneider (Leipzig), Markus Gabriel (Bonn), Martin Saar (Leipzig), u. a.

MA, Universität Leipzig, 2010
Politikwissenschaft, Philosophie, Volkswirtschaftslehre
Note: 1.1

Sciences Po Paris, Master en échange, Paris, 2007/2008

Leibniz Kolleg, Studium generale, Tübingen, 2004/2005

Forschungsstationen

  • 05/2022 – 07/2022: Fellow am Weizenbaum Institute Berlin, Forschungsgruppe Digital Citizenship, assoziiert mit der Forschungsgruppe Democracy and Digitalization
  • 10/2020 – 03/2021: Forschungsaufenthalt im Rahmen der internationalen Forschungsgruppe Global Contestation of Women‘s and Gender Rights, Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF), Bielefeld
  • Seit 10/2018: Assoziierter Forscher am Centre Marc Bloch, Berlin
  • 09/2014 – 05/2015: Visiting Scholar, New School for Social Research Philosophy Department, New York City
  • 09/2013 – 11/2013: Visiting Scholar, Cardozo Law School, New York City

Drittmittel und Stipendien

  • 05/2022 – 07/2022: Fellowship am Weizenbaum-Institut Berlin
  • 03/2022: Tagungsförderung durch das Freiburg Institute for Advanced Research, Tagung „Transformations of the Political. Radical Democratic Theory for the 2020s” zusammen mit Lucas von Ramin (Politische Theorie, Dresden), Vincent Gengna-gel (Soziologie, Flensburg), Geog Spoo (Philosophie, Freiburg)
  • 02/2021: Satellite Workshop “Radical Democracy and the Representation of Gender Rights”, zusammen mit Livia de Souza Lima, ZiF Bielefeld
  • 10/2020 – 04/2021: Forschungsmitglied der Forschungsgruppe Global Contestation of Women‘s and Gender Rights, ZiF Bielefeld, sechs Monate Vertretung der Stelle der Heimatuniversität bewilligt
  • 04/2019 – 07/2019: Mittel für die Vortragsreihe „Die Auflösung des liberalen Konsenses. Perspektiven der kritischen Rechtstheorie“ Universität Freiburg
  • 05/2012 – 09/2015: Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 09/2014 – 08/2015: ERP-Stipendium für Forschungsaufenthalte an Spitzenuniversitäten in den USA der Studienstiftung des Deutschen Volkes, zur Forschung an der New School for Social Research
  • 09/2011 – 02/2012: Carlo-Schmid-Stipendium für Praktika in internationalen Organisationen der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 08/2007 – 06/2008: Erasmus-Stipendium und Auslandsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes (Paris)
  • 2005 – 2010: Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Mitgliedschaften und Funktionen

  • Mitglied beim Schwules Museum Berlin
  • Gründungsmitglied und Sprecher (bis Herbst ‘21) der DVPW Themengruppe Populismus
  • Assoziierter Forscher am Centre Marc Bloch Berlin
  • Herausgeber und Redaktionsmitglied der Zeitschrift diskurs
  • Gutachtertätigkeit u.a. für: Zeitschrift für praktische Philosophie, Zeitschrift für Politikwissenschaf, Philosophy & Social Criticism, Foucault Studies, Inquiry: An Interdisciplinary Journal of Philosophy, The Journal of Value Inquiry, BioSocieties, Schriftenreihe der DVPW, Leviathan
  • Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
  • ehem. Vorstandsmitglied Engagierte Wissenschaft e.V.
  • ehem. Redaktionsmitglied der Zeitschrift Powision

Nichtakademische Berufserfahrung

  • UNESCO, Menschenrechtsbildung, Paris, bezahltes Praktikum und Consultancy
  • Deutsche Gesellschaft für die Vereinte Nationen, Berlin, freie Mitarbeit
  • Auswärtiges Amt, Berlin, bezahltes Praktikum


Kontakt

Professur für politische Philosophie, Theorie und Ideengeschichte
Seminar für Wissenschaftliche Politik, Universität Freiburg

Rempartstr. 15, Raum 4311
79085 Freiburg, Germany

+49 761 203-3487
karsten.schubert[//AT]politik.uni-freiburg.de


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